Anfragen zur Rasse, oder sonstigen Themen was die "Schwarzen" betrifft:

Die neue Rassebeauftragte:
Christine Skrinjar
Karlsruher Straße 23
65205 Wiesbaden/Delkenheim
Tel.:   (+49) 06122 3383
Taras Sarja
cskrinjar@aol.com

Am 21.03.2009 fand die Neuwahl des Rassebeauftragten statt. Nach über 8 Jahren habe ich mich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Allen, die mich in den vergangenen Jahren unermüdlich in meiner Arbeit unterstützt haben, möchte ich von ganzem Herzen danken. Nur durch eure Mithilfe konnte ich einiges bewegen. Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten Jahren geleistet haben. Ihr alle habt geholfen, das Bild des Schwarzen Terriers in Deutschland zu verbessern und dazu bei getragen, dass die deutsch Zucht der Schwarzen Terrier international Anerkennung gefunden hat. Macht weiter so. Auch die neue Rassebeauftragte braucht eure Mithilfe und Unterstützung.

Im Rückblick muss ich sagen, es war eine schöne aber auch sehr anstrengende Zeit.

Es waren nicht die Vierbeiner und ihre Belange, die mir die Arbeit erschwerten, sondern die Zweibeiner, die sich oft schlechter benehmen, als der ungezogenste Hund.  Und dabei ging es doch immer nur um die gleiche Sache UNSERE RUSSEN.

Erstaunlich, wie unterschiedlich die Ansichten bei EINEM THEMA sein können. Und viele behaupten von  sich, den Stein der Weisheit gefunden zu haben. Als Züchter kann ich nur sagen, die Verbohrtheit und Intoleranz einiger Unverbesserlichen, tat dieser Rasse nicht gut und wird auch in der Zukunft nichts zur ihrer Verbesserung beitragen.

Ein Züchter muss über den Tellerrand schauen. Und nicht um bei anderen Kritik zu üben, sondern in aller erster Linie um seine Hunde an dem zu messen, was in der Rasse passiert und wo er selbst etwas verbessern oder ändern kann.

Wer sich Züchter nennt, hat die Pflicht sich zu informieren. Es ist unvorstellbar, dass sich einige nicht um das Geschehen in der Rasse kümmern. Wo besser kann man das tun als auf Ausstellungen? Es ist und bleibt mir immer unbegreiflich, dass es Züchter gibt, die nur Ausstellungen „vor der Tür“ besuchen (wenn überhaupt) und sich dann anmaßen, SIE haben Ahnung. Wo sehen wir denn, was in Sachen Zucht läuft?? Auf Schauen!! Wo findet denn der rege Austausch zum Thema Russen und Zucht etc. statt?? Auf Schauen!! Nein, das hat man nicht nötig, weil man ja alles richtig macht. Vor vielen, vielen Jahren hat man das mal getan und konnte damals schon nicht fassen, dass es eine Weiterentwicklung gab und hat jede Gelegenheit lauthals Kritik zu äussern, genutzt. Ganz schnell hat man alles, was an Veränderung vor sich ging, als schlecht, falsch oder gar als krank bezeichnet und tut dies nach vielen Jahren noch immer.

Da wird von der Einmaligkeit alter deutschen Linien geredet!! Eine Lachnummer im Hinblick auf die Tatsache, dass wir von einer russischen Rasse sprechen. Es gibt keine Hunde, die auf deutschen Linien basieren. Es sei denn, man bezeichnet deutschen NACHZUCHT als deutsche LINIEN!! Wer ausnahmsweise Mal in seine Ahnentafel schaut, wird vielleicht sogar verwundert feststellen, dass da Hunde aus Russland zum Vorschein kommen, dem Mutterland dieser Rasse!!

Genau diese Leute, die sich dann noch Züchter nennen, schaden einer Rasse erheblich. Da wird alles boykottiert, was engagierte Züchter tun, obwohl DIE, die wahren und auch mutigen Pioniere auf dem Gebiet der Hundezucht sind. Von diesen Menschen lebt eine Rasse.

Natürlich haben Vorreiter immer mal Rückschläge. Aber sie machen daraus etwas ganz besonderes. Sie lernen!!! Sie lernen aus Fehlern, aus Erfahrung und aus Erlebtem. Wer nichts erlebt, nichts mehr lernt und wer dann noch denkt er ist braucht keine weiteren Erfahrungen mehr, der katapultiert sich, seine Hunde und seine Zucht unweigerlich in die Steinzeit zurück. Kritisieren und hämisch Parolen verbreiten ist ja auch viel leichter, als „besser machen“ oder gar mal Anerkennung äussern und den Neid in den Hintergrund stellen!!

Natürlich ist da auch ein gewisser Konkurrenzkampf. Aber auch der wird oft in sehr unfairer Art ausgetragen. Warum neidisch sein, wenn es Züchter oder Aussteller gibt, die durch die Welt reisen, ihre Hunde zeigen, oder einfach nur um Ausstellungen besuchen, um zu sehen, was da passiert. Wäre doch eine gute Idee mal nachzufragen, welche Eindrücke gesammelt wurden. Und vielleicht könnte man sich über das Gehörte dann auch noch ein paar Gedanken machen und wenn man dann noch zu der seltenen Gattung der „Wissbegierigen“ gehört, könnte man vielleicht auch Mal eingestehen, dass man selbst was ändern kann/muss/sollte. Sicher ist das dann mit Aufwand verbunden und komplizierter als stänkern. Also werden lieber auch weiterhin Pamphlete verfasst, die man dann zum Besten gibt.

Man kann unterschiedliche Geschmäcker haben, unterschiedliche Ansichten vertreten, DAS ist menschlich. Aber wenn man bei seinem Wissen und seiner Meinung vor vielen Jahren stehen geblieben ist, dann tut man weder sich noch der Umwelt einen Gefallen.

Und dann gibt es noch die Hundewelpen-in-die-Welt-Setzer, die nur auf den Verkauf aus sind und mit minimalem Aufwand maximale Gewinne erzielen wollen. Es wird sich rächen. Diese Leute sind durch und durch herz- und gewissenlos. Sie erhalten eine Fassade genau solange aufrecht, bis die Zahlungen geflossen sind. Und alles weitere überlässt man anderen. Qualität spielt keine Rolle…. nur das rollende Eurochen zählt. Die Ware Hund ist am Mann/Frau und damit ist man mit der Sache fertig.

Es gibt noch eine weitere Spezies in der Gattung Züchter. Die, die lügen und betrügen. Die unbeschreibliche Dinge tun und diese nach aussen mit weiteren Lügen verharmlosen. Hier dreht sich mir der Magen um. Wer erahnt, wie schamlos und brutal hier mit Lebewesen umgegangen wird, der kann nur mit Fassungslosigkeit und tief empfundenem Ekel reagieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass Hunde in Zukunft nicht mehr zu so bedauerlichen und geschundenen Kreaturen gemacht werden. Gehalten an den unwürdigsten Orten in unvorstellbarem Zustand. Der Umwelt präsentiert man die Vorzeigexemplare, während sich hinter verschlossenen Türen Unsagbares abspielt. Selbst Tierquälerei spiegelt nicht das wieder, was hier geboten wird.

Man kann die Bösen leider nur viel zu selten von den Guten unterscheiden.

Nicht jeder, der sich zum Züchten berufen fühlt, ist ein Züchter. Und nur die wenigsten verdienen das Prädikat SERIÖS, VERANTWORTUNGSVOLL oder GUT!!

Ich bin froh, dass es immer noch einige Züchter gibt, die weder Mühen noch Arbeit scheuen um hier etwas zu bewegen. Und ich bin froh, mit diesen Züchtern gemeinsam und innig verbunden in die gleiche Richtung gehen zu können. Denn hier findet ein reger und auch ehrlicher Austausch von Informationen und zuchtrelevanten Erfahrungen statt, die sachlich besprochen und analysiert werden. Ohne Angst, das es aus welchen Gründen auch immer, irgendwann gegen einen ausgespielt wird. Und hier darf noch mal gestaunt werden. Dies geht auch ohne hauen und stechen. Oder ohne andere Züchter schlecht zu machen.

In diesem Sinne hoffe und glaube ich daran, dass unsere neue Rassebeauftragte, Frau Christine Skrinjar vom Zwinger Taras Sarja die beste Wahl ist. Sie hat die Power, das Engagement und vor allem eine tiefe und grosse Liebe zu den Schwarzen Terriern. Ihre Weltoffenheit und ihre Erfahrung gepaart mit einem gesunden Menschenverstand werden uns einen grossen Schritt nach vorne bringen.

Ich werde Frau Skrinjar in jeder mir möglichen Art und Weise unterstützen, nicht nur als stellvertretende Rassebeauftragte, sondern als Züchterkollegin und Liebhaberin dieser wunderbaren und einzigartigen Rasse.

Denen, die murrend in ihren Ecken sitzen, kann ich nur sagen, bleibt wo ihr die letzten Jahre auch gewesen seid, in eurer Einbahnstrasse. Kocht weiter euer Süppchen und macht weiter eure Nebenkriegsschauplätze auf. Verwendet eure Kraft auch in Zukunft dafür, andere schlecht zu machen und euch in den Himmel zu heben. DAS ist das Einzigste was ihr könnt und in den letzten Jahren gelernt habt.

Ich nenne bewusst keine Namen, aber wem der Schuh passt, der möge ihn sich anziehen.

Petra Staut.

 

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