Barin vom Wambolder Sand

HD A2 - * 09.08.1992 - Tätonummer: 197

Titel:
Bundesjugendsieger
KFT Jgd.-Ch.
Dt Ch.VDH/ Bedingungen erfüllt für Dt Ch.KFT
Ch. International
Ch. Luxemburg

Vater: Vikont - HD B1 Mutter: Addel-Daisy - HD B1

Eine Ära ging zu Ende

Im Februar 2003 war es soweit, wir mussten uns von meinen alten Mann trennen. Wochen zuvor konnte man “die Zeichen der Zeit” schon erkennen. Alle Bemühungen zusammen mit dem Tierarzt brachten nur für kurze Zeit eine Erleichterung, Heilung war nicht in Sicht. Irgendwann war dann klar, dass dieser letzte schwere Gang nicht mehr aufzuschieben war. Pflicht hin, Pflicht her; am liebsten hätte ich mich davor gedrückt, aber das war unmöglich und so brachte ich es hinter mich. Nur jemand, der dies schon mal gemacht hat, kann das Gefühlswirrwarr nachvollziehen, in das man stürzt. Der Verstand kann noch deutlich erklären: es ist das Beste für den Buben, aber das Herz spricht nun mal nicht die gleiche Sprache.

Ich fühlte mich nur schlecht, als ich dem Tierarzt das o.k. zum Einschläfern gab. Am liebsten hätte ich laut losgebrüllt. Was hätte es gebracht ?? So nahm ich meinen “Alten” ganz fest in die Arme streichelte und drückte ihn ganz fest an mich und schaute zu, wie der Doktor die erlösende Spritze setzte. Mag blöd klingen, aber ich redete mit Barin, erzählte ihm noch die ein oder andere Geschichte aus unserer gemeinsamen Zeit. Ich bleib an seiner Seite bis zum Schluss und redete einfach weiter. Irgendwann hatte dann sein Herz aufgehört zu schlagen. Es war vorbei. MEIN BARIN WAR NICHT MEHR!!! Eigentlich konnte ich es nicht so ganz verinnerlichen.

Die ersten Tage danach waren irgendwie merkwürdig. Natürlich hatten wir noch unsere Romy, Baby und Förby, aber unser alter Stinker war nicht mehr dabei. Seltsam, aber der Mensch rafft manche Dinge etwas langsamer. Bei den ersten Spaziergängen ohne Barin, drehte ich mich noch laufend nach ihm um. Auch zu Hause, schaute ich immer auf seinen Lieblingsplatz. In der Nacht wurde ich nicht mehr durch sein Schnarchen geweckt. Ich lauschte einfach in die Stille. Es hat lange gedauert, bis ich den Verlust akzeptieren konnte. Ich denke oft an ihn, aber es sind nur die guten und lustigen Zeiten, an die ich mich erinnere. Er wird immer seinen Platz in meinem Herzen haben und vergessen könnte ich ihn nie.

Pugachev-Tatar vom Galgenberg
02.12.2004 - 30.06.2009

Am 30.06.2009 erhielten wir die ebenso unfassbare wie furchtbare Mitteilung, Pugachev Tatar vom Galgenberg (genannt Arkan) ist plötzlich und völlig unerwartet verstorben.

Wir wollen und können es noch nicht glauben. Arkan, war ein kerngesunder und übermäßig aktiver Rüde. Sein außergewöhnlicher Bewegungsdrang und seine enorme Ausdauer ließen nicht erahnen, dass das Schicksal auf diese unglaubliche Weise zuschlagen würde.

Laut Untersuchungsergebnis der Klinik verstarb er an einer Zyste auf der Lunge. Diese ist vermutlich geplatzt und hat dabei eine winzige Verletzung an der Lunge verursacht. In Folge dieser Verletzung kollabierte das Organ und es kam jede Hilfe zu spät.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Peter, Ulli und seinen Töchtern dafür bedanken, dass sie diesem außergewöhnlichen Hund viereinhalb wunderbare und erfüllte Jahre geschenkt haben. Arkan durfte aktiv auf den Hundeplatz seine Ausdauer unter Beweis stellen und konnte zudem auf Ausstellungen mit großem Erfolg präsentiert werden. Er durfte leider nicht sehr alt werden, aber dafür hat er einen bleibenden Eindruck in unseren Herzen hinterlassen.

Es ist nur allzu verständlich, dass dieser Verlust ein wirklich tiefes Loch in euer Leben gerissen hat. Uns bleibt nur die tiefe Fassungslosigkeit und der große Schmerz.